
Jede Reservierung, jede Stornierung und jede Wareneingangsbuchung wird als Ereignis gedacht. Idempotente Handler verhindern Doppelzählungen, während Outbox-Pattern Zustellung absichert. Orchestrierung gehört an die Peripherie, Choreografie in den Fluss. So skaliert das System horizontal, vermeidet Sperrorgien und bleibt trotz hoher Parallelität konsistent genug für präzise Zusagen im Checkout.

Strikte Serialisierung ist teuer. Wählen Sie gezielt: starke Konsistenz für endgültige Zuweisungen, eventual consistency für Anzeigen im Listing. Mit konfliktfreien Zählern, Partitionierung nach Standort und Produkt, plus Zeitfenster-Reservierungen, bleibt das Gesamtsystem schnell und korrekt genug. Dokumentierte Invarianten—„Nie unter Null“—werden technisch erzwungen, damit Overselling auch unter Stress ausgeschlossen bleibt.

Ohne Telemetrie sind Millisekunden blind. Messen Sie Event-Lags, Reservierungs-TTL-Hitrate, Oversell-Versuche, Checkout-Latenzen und Fehlschläge pro Pfad. Definieren Sie SLOs mit klaren Error Budgets. Bei Trendbruch greifen Autoscaling, Kontingent-Drosselung und Copy-Deeskalation. Post-Peak-Analysen führen zu dauerhaften Verbesserungen, statt nur Firefighting zu belohnen, und machen nächste Kampagnen planbar belastbar.
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